Standhöhen und Sehnen
Grob-Tuning
Die optimale Standhöhe liegt so gut wie immer innerhalb der vom Hersteller
angegebenen Empfehlungen, wie bei folgendem Beispiel:
66 inch Bogen = 8.375 bis 8.625 inches, oder 21,27 cm bis 21,91 cm
68 inch Bogen = 8.5 bis 8.750 inches, oder 21,59 cm bis 22,23 cm
70 inch Bogen = 8.625 bis 8.875 inches, oder 21,91 cm bis 22,54 cm
Aber jede Pfeil- und Bogenkonfiguration reagiert unterschiedlich und deshalb
ist es wichtig, dass du die optimale Standhöheneinstellung für dein Bogen und
Pfeil-Material findest. Für die Anfangseinstellung empfehle ich mit einer flacheren
Standhöhe zu beginnen und dann graduell die Sehne einzudrehen, bis sich der
Bogen beim Abschuss gut anfühlt / anhört.
Fein-Tuning
Anfänger sollten sich jetzt erst einmal um ihre Form und ihren korrekten, wiederholbaren
Bewegungsablauf kümmern, bevor sie sich um das folgende Feintuning kümmern.
Erfahrene Schützen mit konstanter Form können allerdings von einem weiteren Tuning
der Standhöhe profitieren. Um die auf das Material abgestimmte optimale Standhöhe
heraus zu finden, geht man wie folgt vor:
- Beginne am unteren Ende der Herstellerempfehlung, also mit einer flacheren Standhöhe.
- Für das Feintuning beginnt man am besten auf 30 und auf 50 Metern.
Dazu braucht man verschiedene unbenutzte Scheibenauflagen. - Schieße drei Pfeile auf die gewählte Scheibenauflage. Ziehe die Pfeile, vermerke die
verwendete Standhöhe direkt auf der Auflage und tausche die Scheibenauflage gegen eine neue aus. - Drehe die Sehne drei bis vier Umdrehungen ein, überprüfe den Nockpunkt
(gegebenenfalls korrigieren) und schieße wieder drei Pfeile. Vermerke die neue
Standhöhe auf der Auflage und tausche sie wieder aus. - Wiederhole diese Schritte, bis die Pfeilgruppierung schlechter wird d.h. sich ausdehnt.
- Vergleiche die Gruppierungen auf den verschiedenen Scheibenauflagen und bestimme
die engste Pfeilgruppierung. Die auf der Auflage vermerkte Standhöhe ist im Folgenden
die Ausgangsposition für das Feintuning. - Vor dem Feintuning wird die Sehne von der Ausgangsposition aus, etwa zwei bis drei
Umdrehungen aufgedreht. Diesmal wird von 70 und 90 Metern geschossen. Solltest
Du noch nicht ganz sicher auf diesen Entfernungen sein, dann wähle eine Entfernung, die
du dir zutraust und auf der du noch gut gruppieren kannst.
Der Vorgang ist genau der Gleiche, wie vorher, also drei Pfeile schießen, Standhöhe
aufschreiben und Auflage austauschen. Diesmal drehst du die Sehne aber nur eine Umdrehung
pro Durchgang ein. Eine Umdrehung der Sehne entspricht etwa 1/16 inch oder 0,16 cm,
abhängig von der Sehnendicke. Dies ist zwar eine langwierige aber funktionale Methode
die optimale Standhöhe herauszufinden. Ist sie ermittelt, solltest du dir diese Einstellung
notieren oder auf dem Checker einzeichnen, damit du deinen Bogen recht schnell überprüfen kannst.
Hinweis:
Beim Wechsel von Komponenten an Bogen oder Pfeilen sollte den Feintuning-Prozess auf jeden
Fall wiederholen werden, um auch für das neu verwendete Material die optimale Standhöhe einzustellen.