Die Pfeile

Bevor ich über das Material schreibe, kommt zuerst das Wichtigste: Der „Spine-Wert“
Der Spine-Wert gibt an, wie steif ein Pfeil ist. Dies ist wichtig, weil der Pfeil den Bogen nicht in einem geraden Flug verlässt, sondern „Schlängelbewegungen“ macht. Er windet sich um den Bogen. Ist er dabei zu steif oder zu weich, schlängelt also zu wenig bzw. zu viel, dann schlägt er an den Bogen und wird seitlich abgelenkt. (Im Internet findest du beeindruckende Aufnahmen, wenn du „Pfeilflug Slow Motion in deine Suchmaschine eingibst)
Die Pfeile müssen daher auf die Wurfarmstärke und deine Auszugslänge abgestimmt sein.

Das Pfeilmaterial

Holz: Die Schäfte gibt es in Fichte, Kiefer (northern pine) und Zeder. Fichtenholzschäfte sind leicht und fliegen daher etwas weiter, sind aber am Wenigsten bruchstabil. Kiefernschäfte sind stabil, aber auch die Schwersten. Beliebt ist Zedernholz, weil es etwas ölig ist und nicht lasiert werden muss. Holzschäfte sind vom Preis am Günstigsten.

Alupfeile: Alupfeile sind die beliebtesten Anfängerpfeile. Sie sind etwas teurer als Holzpfeile, aber günstiger als Carbonschäfte. Sie sind stabil, verziehen sich aber nach ca. 1- 1,5 Jahren, wenn sie auf harte Scheiben aus gepresstem Stroh geschossen werden.

Carbon: Schäfte aus Carbon haben sehr gute Flugeigenschaften, sind leicht und formstabil. Sie können aber splittern, wenn sie auf harte Gegenstände wie Holz oder den Eisenring treffen, der die Strohscheibe zusammenhält. Für Carbonpfeile ist ein Pfeilzieher als Schutz unerlässlich, da Carbonsplitter in der Haut nicht herauseitern.

Alucarbon: Da schreibe ich nichts, weil ein Anfänger nicht weit über 10 € pro Pfeil ausgeben muss.
Alle Pfeilarten kann man sich als Fertigpfeile kaufen, mit ein wenig Werkzeug und Kleber sind alle Komponenten natürlich auch einzeln zu kaufen. Das macht die ganze Sache ein wenig günstiger.